Treffpunkt Guatemala
Live-Vortrag am Donnerstag, 4. Dez. 2025 19.30 Uhr im Flammenhof, Vogt

Im Jahr 2018 radelte ich auf meiner dritten Südamerika-Reise von Ecuador nach Mexiko. Wie bei meinen anderen Radreisen war wieder einmal der Weg das Ziel. Dabei lag auch der Besuch von sozialen und humanitären Projekten auf dem Weg und damit auf dem Programm. So besuchte ich mit Las Mesas in Pasto/Kolumbien das jahrzentelange Hilfsprojekt der Realschule vom Bildungszentrum St. Konrad. Doch ich plante den Weg noch über ein anderes Ziel.
Über das kirchliche Hilfswerk Adveniat hatte ich von einer Missions-Schule im zentralen Hochland von Guatemala gehört, die ein Pater gegründet hatte, um armen Kindern eine Schulbildung zukommen zu lassen. Dieses zentralamerikanische Land gehört zu den ärmsten Ländern Süd- und Lateinamerikas. Wie in vielen anderen Entwicklungsländern müssen die Kinder arbeiten anstatt in die Schule zu gehen. Und wenn, dann ist die Schule meistens nach der Grundschule beendet. Auch die Lehrer können nur sehr schlecht bezahlt werden.
Der Gründer der Schule, Pater Sergio Godoy, holt die Kinder von der Straße oder den Müllbergen, um ihnen nicht nur eine Bildung zukommen zu lassen, sondern auch ein Essen und gesundheitliche Betreuung. Sein Projekt erfährt nur wenig staatliche Förderung, sodass sein Werk stark von Spenden abhängt.
Bei der Besichtigung der Schule durch die Schulkoordinatorin Rosario musste sie auf einen Schüler zurückgreifen, da sie ihr Englisch nicht für gut genug hielt und das Spanisch von mir und meinem Begleiter Hermann zu schlecht war.
Und Senora Rosario wählte wohl genau den richtigen Schüler. Es war nicht nur seine Sprache. In professioneller Art zeigte er in mehr als 2 Stunden uns nicht nur „seine“ Schule, sondern erklärte uns in empathischer Weise auch das pädagogische Konzept.
Bei der Verabschiedung schlug ich Jorge, so hieß der Schüler, vor, einmal Deutschland zu besuchen.
Auf der weiteren Radreise ging Alfred Mähr die Begegnung nicht mehr aus dem Kopf. Sollte ein solch intelligenter, empathischer Junge aufgrund der Umstände in seinem Land keine gute Ausbildung bekommen? Geschweige denn ein Studium?
Wie ging es weiter? Werden Sie selbst Augenzeuge der Entwicklung von Jorge.
Außerdem: genießen Sie Bilder und Videos von dieser Radreise im Hintergrund von gesellschaftlichen, kulturellen und landschaftlichen Begebenheiten dieser Länder am pazifischen Feuerring mit seinen immer noch aktiven Vulkanen.
Wenn es dir nicht passt, dann geh doch nach Russland …….
sagen die Politiker in Deutschland. Und ich sage: Ja, ich gehe nach Russland, auch wenn es euch nicht passt.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Menschen in Russland genauso wenig Krieg wollen wie wir in Deutschland oder Europa. Und wir, die Menschen überall auf der Welt, wollen in Freundschaft mit anderen Völkern in Frieden leben.
Dass ich mein Radprojekt Russland noch in diesem Jahr realisieren kann, habe ich mehreren russischen Radfreunden zu verdanken. Vielen Dank an euch !
Ich habe meine Reise in vier Abschnitte aufgeteilt. Unter diesen Themen werde ich euch möglichst oft über meine Reise berichten. Ihr findet sie unter dem Hauptmenü RUSSLAND 2023




Und diese Vision lebt immer noch
Der Eurasische Kontinent – die größte Landplatte der Erde. Vom Atlantik zum Pazifik, und immer festen Boden unter den Füßen.
Politische und geographische Grenzen überwinden. Während der eiserne Vorhang bis zu meinem 40. Geburtstag die Welt in Ost und West, in Demokratie und Kommunismus, in Gut und Böse teilte, stellt der Ural immer noch die geografische Grenze von Europa und Asien dar.
Der russische Präsident Putin hatte zu Beginn des neuen Jahrtausends, 2001 im deutschen Bundestag seine Vision von einer eurasischen Wirtschaftsunion von Lisabon bis Vladivostok vorgestellt, unter der die militärischen Blöcke obsolet werden und die gemeinsame Geschichte und Kultur wieder zum Tragen kommen sollten.
Doch die westliche Allianz hat Putins ausgestreckten Arm ausgeschlagen und ist auf dem besten Weg zurück in einen kalten Krieg mit Russland.
Doch wozu sich unsere Väter und Großväter durch größenwahnsinnige Politiker haben hinreißen lassen – das dürfen wir niemals wieder tun.
Gerade jetzt ist es umso wichtiger, das Verständnis unserer Völker wieder zu festigen.